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Identitätsmanagement

Um die Identität eines Benutzers in IT-Systemen sicherzustellen, muss dieser einer natürlichen Person zugeordnet werden können. Eine nicht ausreichend sichere Zuordnung zwischen natürlicher Person und Benutzer kann leicht zu einem Identitätsmissbrauch führen - im einfachsten Fall durch Weitergabe oder Diebstahl eines Passwortes, wodurch eine Person B sich gegenüber einem IT-System als Person A ausgeben kann.

Anforderungen an Identitätsmanagement

  • Eine Person ist eindeutig identifizierbar und ein Benutzer ist eindeutig einer Person zugeordnet.
  • Zu einer Person gehören Stammdaten (Vorname, Nachname, Telefonnummer, Email, Abteilung...), die lediglich an einer Stelle geändert werden sollten. Da diese Daten auch Teil der Identität der Person sind, muss hier besonders auf Datenkonsistenz wert gelegt werden.
  • Es gibt eine zentrale Vertrauensinstanz, die die Identität der Personen und damit der Benutzer verifiziert. Applikationen können über standardisierte Schnittstellen mit dieser Instanz kommunizieren.

Ähnlich wie im echten Leben unsere Identität über einen Personalausweis gesichert ist, kann dies beim Identitätsmanagement über Zertifikate erfolgen. Die Nutzung von X.509-Zertifikaten beruht auf assymmetrischer Verschlüsselung. Der private Schlüssel ist nur im Besitz der zu identifizierenden Person und bspw. auf einer Smartcard gesichert. Das Zertifikat, das die Stammdaten zu der Person enthält, ist von der zentralen Vertrauensinstanz - der CA (Certificate Authority) - beglaubigt. Mit Hilfe dieser Werkzeuge - Zertifikate und CA - kann eine Public Key Infrastructure (PKI) aufgebaut und schließlich Identitätsmanagement realisiert werden.

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